Zahlreiche Passwörter nach wie vor unsicher

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Der 1. Februar ist seit 2012 der „Ändere-dein-Passwort-Tag“. Geht man nach den jüngsten Erhebungen des Potsdamer Hasso-Plattner-Instituts (HPI), wird ein solcher Tag nach wie vor dringend benötigt: Laut HPI gehörten „12345“, „123456“ und „123456789“ auch Ende 2018 noch zu den am häufigsten verwendeten Pass- bzw. Kennwörtern in Deutschland.

Leicht zu knacken

Das Problem: Diese Kombinationen sind für einen Menschen leicht zu erraten und von einem Rechner binnen kürzester Zeit zu knacken. Die drei genannten Kennwörter lassen sich mithilfe eines Brute-Force-Angriffs, also eines willkürlichen Ausprobierens aller Kombinationen in einem bestimmten Zeichenraum, in maximal einer Sekunde ermitteln. Noch problematischer wird es, wenn dasselbe Passwort für mehrere Log-Ins verwendet wird. Dann kann der Angreifer praktisch die digitale Identität des Opfers annehmen. Experten sprechen hierbei von „Credential stuffing“.

Kennwortdiebstahl? Machen Sie den Test

Offenbar ist vielen Nutzern die Brisanz des Themas noch nicht bewusst. Dabei hatte der jüngste Diebstahl zahlreicher Daten von deutschen Politikern und Prominenten Anfang Januar für große Aufmerksamkeit gesorgt. Damit nicht genug. Kurz darauf wurden im Internet mehr als zwei Milliarden E-Mail-Adressen samt Passwörtern von Nutzern aus aller Welt veröffentlicht. Ob Ihre eigenen Zugangsdaten möglicherweise bereits bekannt und im Internet im Umlauf sind, können Sie mithilfe des „Identity Leak Checkers“ des Hasso-Plattner-Instituts testen.

Beugen Sie dem Datendiebstahl vor

Um dem Datendiebstahl vorzubeugen, gilt: Nutzen Sie auf jeden Fall für jeden Dienst ein individuelles Kennwort. Falls Sie viele Accounts haben, bietet sich ein Kennwortmanager an. Generell gilt: Mit einer längeren Zeichenkette, die für einen potenziellen Angreifer schwer zu erraten ist, lässt sich das Kennwort deutlich sicherer gestalten. Weitere hilfreiche Tipps für die richtigen Kennwörter finden Sie in unserem Ratgeber.

Sicher mit FRITZ!

Im Heimnetz spielt das Thema „Kennwörter“ nur eine untergeordnete Rolle. Alle FRITZ!Box-Modelle sind beispielsweise ab Werk mit einem individuellen, nach Zufallsprinzip erstellten WLAN-Schlüssel geschützt. Was Sie trotzdem zur sicheren Nutzung des WLANs beachten sollten, steht ebenfalls in unserem Ratgeber.

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